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Austausch über geistliche Bedürfnisse in Polen und Deutschland


28. Oktober 2026

»Runden Tisch« der Partnerschaften

DRESDEN - Vom 26. bis 28. Oktober 2026 lud die Evangelisch Augsburgische Kirche und die Reformierte Kirche in Polen zum »Runden Tisch« der Partnerschaften ein. In Koszalin trafen sich Verantwortliche aus den deutschen Landeskirchen, dem Gustav-Adolf-Werk mit Vertreterinnen und Vertretern der beiden polnischen Kirchen. Für die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens nahm Ökumenereferentin Helena Radisch teil. 

Schwerpunkt des Treffens war die Frage, wie können Kirchgemeinden auf die geistlichen Bedürfnisse der Menschen von heute antworten?

Aus Perspektive der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen wurde auf die aktive Hauskreisarbeit, den Besuchsdienst und die Segensagenturen/rita hingewiesen. Gerade die Hauskreisarbeit wurde als wertvoller Impuls länger diskutiert, da es ermöglicht, trotz weiter Entfernung zur »Ortskirche« als Gemeinschaft zusammenzukommen und ein geistliches Leben zu ermöglichen. »Ich wiederum fand es sehr spannend, die Diasporagemeinden zu erleben und von den Partnern zu erfahren, welche kreativen Angebote sie schaffen, um auf die geistlichen Bedürfnisse zu antworten. Ich nehme mit, dass qualitativ hochwertige Kirchenmusik ein wichtiger Aspekt ist. Inspirierend fand ich auch die Idee, eines »Luther-Kreisverkehres«, der meint mit Informationen zum Glauben raus in den öffentlichen Raum zu gehen.«, reflektiert Helena Radisch. 

Als Ausblick berichteten die Geschwister aus Polen, dass sie dabei sind ihre Kindergottesdienste weiter auszubauen und Mitarbeitende zu schulen. Dazu gab es in der Vergangenheit schon eine von der EVLKS mitunterstützte Schulung zu GodyPlay. Hieran anknüpfend wird überlegt weiteren Austausch zu Kindergottesdienst bzw. »Sunday School« gemeinsam zu erarbeiten und Materialien sowie Methoden auszutauschen. 

Neben dem inhaltlichen Austausch, konnten vor Ort drei Gemeinden (Koszalin, Pila und Slupsk) genauer kennengelernt werden. Alle drei Gemeinden vereint, dass sie Diasporagemeinden mit ca. 100-220 Mitgliedern sind, jedoch mit einem sehr aktiven Gemeindeleben. Dieses wird geprägt von diakonischen Angeboten, Musikgruppen, künstlerisch kreative »Frauen in Aktion« sowie hochengagierten Pfarrern. Das Gebiet ist insofern spannend, da es lange Zeit auch deutschsprachige Gemeinden gab bzw. noch gibt.  

Die Sächsische Landeskirche pflegt Kontakte zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen u.a. durch die Gemeindepartnerschaften in Crimmitschau, Kamenz-Cunnersdorf, Hosterwitz sowie über die Frauenarbeit, das Landesjugendpfarramt und das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen. 

Gruppenbild (Foto: Ev. Augsburgische Kirche Polen)
Beim »Runden Tisch« in Polen (Foto: Helena Radisch)

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