Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kirchliche Friedhöfe in Sachsen laden zum Tag des Friedhofs ein


14. September 2026

Vielfältiges Programm zum Thema »Oasen der Natur - Pflege der Seele«

DRESDEN – Am dritten September-Wochenende laden auch zahlreiche kirchliche Friedhöfe in ganz Sachsen anlässlich des bundesweiten »Tags des Friedhofs« zu vielfältigen Begegnungen ein. Das diesjährige Motto »Friedhöfe: Oasen der Natur - Pflege der Seele« rückt die Bedeutung dieser Orte für Mensch, Natur und Gesellschaft in den Mittelpunkt. Passend dazu bieten die Friedhöfe in evangelisch-lutherischer Trägerschaft am 19. und 20. September 2026 ein vielfältiges Programm mit Führungen, Vorträgen und Konzerten an.

Herausforderungen und politische Weichenstellungen im Fokus

Der Tag des Friedhofs bietet in diesem Jahr eine besonders wichtige Plattform. Im Vorfeld der anstehenden Novellierung des Sächsischen Bestattungsgesetzes, die in den nächsten Monaten im Landtag sowie von Kommunen und in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden wird, möchte die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens den Anliegen der kirchlichen Friedhöfe eine starke Stimme verleihen.

Mit der Kampagne »Was bleibt, bewegt« macht die Landeskirche deutlich, was kirchliche Friedhöfe Tag für Tag leisten:

  • Räume der Trauer und Hoffnung: Sie bieten Hinterbliebenen einen geschützten Ort für seelsorgerliche Begleitung und persönliche Erinnerung.
  • Grüne Lungen der Kommunen: Als echte »Oasen der Natur« leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zum Klima- und Artenschutz, sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum.
  • Orte des kulturellen Erbes: Sie bewahren lokale Geschichte, Architektur und Identität über Generationen hinweg.

Zukunft der Friedhofskultur gemeinsam sichern 

Gleichzeitig macht die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens auf die großen Herausforderungen beim Erhalt dieser weitläufigen Anlagen aufmerksam. »Der gesellschaftliche Wandel und veränderte Bestattungskulturen erfordern neue Konzepte sowie eine verlässliche, zukunftsorientierte gesetzliche Grundlage«, sagt Oberlandeskirchenrätin Carmen Kuhn, die das Dezernat für Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen im Landeskirchenamt in Dresden leitet. Es sei jetzt entscheidend, dass die Anliegen der Friedhofsträger in der aktuellen politischen Debatte vielstimmig zur Sprache gebracht werden, um die Pflege dieser wertvollen Ruheorte dauerhaft zu sichern. »Wir laden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Verantwortungsträger in Freistaat und Kommunen herzlich ein, die Angebote zum Tag des Friedhofs in Sachsen zu nutzen und die Friedhöfe als Trost spendende, lebendige Orte der Ruhe, Erinnerung und Begegnung neu zu entdecken«, so Kuhn. 

Ausgewählte Veranstaltungen zum »Tag des Friedhofs« in Sachsen

In Rochlitz bietet der dortige kirchliche Friedhof am 19. September von 10:00 bis 14:00 Uhr für Besucherinnen und Besucher ein informatives Programm. Neben Informationen zur naturnahen Bestattung auf dem Friedhof, zu neuen Grabarten und pflegevereinfachten Grabstellen sowie zum neuen Bestattungsgesetz werden Friedhofsführungen und ein Rundgang zu historischen Grabstätten angeboten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur persönlichen Beratung und zur Besichtigung der Kapelle und des Raums für Trauerfeiern. Um 14:00 Uhr wird zu einem Vortrag »Geschichte hinter Gräbern – Wie die Rochlitzer den Weg ins 20. Jahrhundert gestalten« in die Kapelle eingeladen.

Im Stadtforum Dresden ist vom 17. September bis zum 15. Oktober die Ausstellung »Friedhof? Mehr als du denkst!« zu sehen. Sie wurde vom Netzwerk Dresdner Stadtteilfriedhöfe gemeinsam mit dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft (ASA) und dem Städtischen Friedhofs- und Bestattungswesen Dresden (SFBD) erarbeitet. Die Eröffnung findet am 16. September um 13:00 Uhr statt. 

Der Friedhof der Heilandskirchgemeinde Dresden Cotta (Gorbitzer Straße 6) bietet am 20. September von 13:00 bis 19:00 Uhr ebenfalls ein interessantes Programm zum Tag des Friedhofs: Um 13:30 Uhr und 15:00 Uhr beginnen jeweils Führungen über den Friedhof, um 16:00 Uhr gibt es zwei Vorträge zum Thema »Bestattung im Wandel der Zeit« (Bestattungsinstitut Brückner) und »Handwerkstradition im Wandel der Zeit« (Steinmetz Geith) und danach eine gemütliche Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen. Den musikalischen Abschluss bildet um 17:30 Uhr ein Pianokonzert mit Dr. Oliver Niemzig. 

Anlässlich des bundesweiten Tags des Friedhofs lädt auch der Striesener Friedhof Dresden mit zugehörigem Freundeskreis zu zahlreichen Veranstaltungen am Wochenende ein. Am Samstag und Sonntag stehen die Friedhofsverwaltung, die friedhofseigene Gärtnerei sowie der Freundeskreis von 9:00 bis 16:00 Uhr für die Beratung der Besucherinnen und Besucher zur Verfügung. Dazu wird in dieser Zeit auch Kaffee und Kuchen angeboten. Am 19. September um 18:00 Uhr wird zum Konzert »Lieder aus dem Leben« mit Stephan Janson und Thomas Kunz eingeladen. Am 20. September geht es um 10:00 Uhr unter dem Motto »Friede - Freude – Friedhof« auf eine Entdeckungsreise für Familien mit Kopf, Herz und Hand, ein kreatives Angebot für Kinder im Grundschulalter und Familien. Im Anschluss halten Dr. Andreas Dehmer, Kunsthistoriker an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, und Elmar Vogel, Steinmetz und Steinbildhauer, einen Vortrag »Werk und Autor – Die Reliefs der Striesener Friedhofskapelle im neuen Licht«. Um 14:00 Uhr beginnt noch eine Führung »Kein Grund, todernst zu sein« mit Heike Hofmann, Verwaltungsleiterin des Striesener Friedhofs. 

Auf dem benachbarten Johannisfriedhof Dresden-Tolkewitz (Wehlener Str. 13) sind Besucherinnen und Besucher am 20. September um 14:00 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Andreas Dehmer (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) zum Thema »Lieblingsbeschäftigung: Grabmalskunst« in die Friedhofskapelle eingeladen. Der Vortrag über das Leben und künstlerische Schaffen von Jenny von Bary-Doussin bietet fundierte Einblicke in die bemerkenswerte Karriere einer Künstlerin, deren Werke auf Friedhöfen und in Museen Zeugnis ablegen von Können, Stilbewusstsein sowie der Stellung von Frauen in der Bildhauerei der frühen Moderne. Im Anschluss ist Zeit für den Austausch bei Kaffee und frisch gebackenem Kuchen. Um 16:00 Uhr beginnt ein Rundgang über den Johannisfriedhof zu »Grabskulpturen von Bildhauerinnen« mit Dr. Andreas Dehmer (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) und Beatrice Teichmann (Friedhofsverwaltung). Der Spaziergang möchte die oft vergessenen Leistungen von Frauen in der Bildhauerei sichtbar machen und zu neuen Entdeckungen auf den Friedhöfen einladen.

Am 20. September um 14:00 Uhr beginnt eine Führung zu verborgenen Kunstschätzen auf dem Inneren Neustädter Friedhof Dresden (Friedenstraße 2) mit Friedburg Gerlach (Theologie und Kunstgeschichte). Der Spaziergang führt zu drei Grabmalen aus der Zeit von 1900 bis 1948, die aus Stein und Metall gestaltet sind. In der Unterschiedlichkeit dieser Grabmale kann man Grabmalkunst aus Metall erleben, die zusammen mit Stein und unter alten Bäumen stehend ihre Schönheit entfaltet.

Die Laurentiuskirchgemeinde Dresden-Neustadt lädt am 20. September um 14:00 Uhr auch auf den Friedhof in Dresden-Kaditz (Spitzhausstraße 24) zum diesjährigen Tag des Friedhofs ein. Dort geht es in diesem Jahr um das Thema »Trauer bei Kindern«. In ihrem Vortrag »Gibt‘s im Himmel auch Spaghetti?« geht Anja von Bahder auf Fragen ein, die viele Eltern, Großeltern und Angehörige beschäftigen: Wie erleben Kinder Tod und Trauer? Sollten Kinder an einer Bestattung teilnehmen? Wie können wir Kinder liebevoll und ehrlich begleiten? Im Anschluss an den Vortrag sind alle Besucherinnen und Besucher zu Kaffee, selbst gebackenem Kuchen und persönlichen Gesprächen mit der Referentin eingeladen. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Posaunenchor der Laurentiuskirchgemeinde Dresden-Neustadt. 

Auf den Neuen Annenfriedhof Dresden-Löbtau sind Familien mit Grundschulkindern am 20. September um 15:00 Uhr zu einer Entdeckungsreise für Familien mit Kopf, Herz und Hand unter dem Titel »FRIEDE, FREUDE, FRIEDHOF...?« mit Claudia Freitag und Anne Schmid eingeladen. Treffpunkt ist am Haupteingang des Friedhofs (Kesselsdorfer Straße 29). Auf dem Alten Annenfriedhof (Chemnitzer Str. 32) beginnt um 16:30 Uhr eine Friedhofsführung unter dem Titel »Ewigkeit ist reine Harmonie« mit Lara Schink, Friedhofsverwalterin Verband der Annenfriedhöfe Dresden. 

Meditative Musik von Rainer Promnitz in der Trauerhalle und eine anschließende Führung über den Friedhof mit Dr. Sybille Streitenberger sind auf dem Waldfriedhof Dresden Bad Weißer Hirsch (Am Heiderand 8-10) am 20. September um 15:00 Uhr zu erleben. Auch Dresdens ältester Friedhof, der Eliasfriedhof (Ziegelstraße 22), ist am 20. September von 10:00 bis 18:00 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. 

Auf dem St. Matthäus-Friedhof Chemnitz-Altendorf steht der Tag des Friedhofs in diesem Jahr unter dem Zeichen des Beitrittes zum Immateriellen Erbe Friedhofskultur. Am 20. September um 15:00 Uhr findet die feierliche Enthüllung der entsprechenden Tafel statt. Im Anschluss werden kulturhistorische und naturkundliche Führungen über den Friedhof angeboten und es besteht die Möglichkeit, sich zu Bestattung und Grabarten beraten zu lassen. 

Eine Übersicht aller landesweiten Veranstaltungen zum Tag des Friedhofs. 

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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