Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Landeskirche betont die Bedeutung ihrer rund 1.200 Friedhöfe als »Orte für alle«


05 Mai 2026

Novellierung des sächsischen Bestattungsgesetzes 

DRESDEN - Anlässlich der aktuellen Novellierung des sächsischen Bestattungsgesetzes rückt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens (EVLKS) die unverzichtbare gesellschaftliche, kulturelle und ökologische Bedeutung von Friedhöfen in den Fokus. Mit rund 1.200 Friedhöfen in evangelisch-lutherischer Trägerschaft pflegt die Landeskirche ein enges Netz an Orten der Erinnerung, der Ruhe und der Begegnung, das tief in fast allen sächsischen Dörfern, Städten und Stadtteilen verwurzelt ist.

Ein offener Ort für alle Menschen – unabhängig von der Konfession

Friedhöfe sind weit mehr als nur Orte des Abschieds; sie sind vor allem Orte des Lebens. »Unsere Friedhöfe stehen allen Menschen offen, sieben Tage in der Woche. Für eine Beisetzung auf einem kirchlichen Friedhof ist ausdrücklich keine Zugehörigkeit zur Kirche erforderlich«, betont Oberlandeskirchenrätin Carmen Kuhn, die als Dezernentin für das Friedhofswesen der sächsischen Landeskirche verantwortlich ist.

Die kirchlichen Friedhöfe bieten Raum für Trauer und Trost, sind aber ebenso Ruheoasen und Begegnungsstätten, in denen Menschen in schweren Lebenssituationen Kraft schöpfen können. Für Christinnen und Christen sind sie darüber hinaus Orte der Hoffnung auf das ewige Leben, das nicht an den Gräbern endet.

Grüne Oasen und Zeugnisse sächsischer Kultur

Neben ihrer Funktion als Räume der Erinnerung leisten die kirchlichen Friedhöfe einen enormen ökologischen Beitrag. Mit ihrem oft alten Baumbestand und dem Schutz durch ihre Umfriedung sind sie wichtige Trittsteine im Naturverbund. Als geschützter Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Insektenarten sowie als »grüne Lungen« haben sie, gerade in den Städten, eine maßgebliche und positive Auswirkung auf ein gesundes Stadtklima. Gleichzeitig sind sie durch ihre individuelle Gestaltung und Historie vielfältige Zeugnisse der sächsischen Kulturgeschichte, die es zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln gilt.

Bestattungskultur im Wandel aktiv begleiten

»Die Diskussionen um das neue sächsische Bestattungsgesetz zeigen, dass sich die Wünsche an Abschied und Trauer verändern«, sagt Carmen Kuhn und betont: »Die rund 1.200 kirchlichen Friedhöfe in Sachsen stellen sich diesem Wandel aktiv und offen. Sie bieten vielfältige, auch neue und individuelle Bestattungsformen an und bleiben dabei verlässliche, tröstliche und öffentliche Einrichtungen in unserer Gesellschaft.«

Kampagne »Was bleibt, bewegt«

Zur Unterstützung des Erhalts der Friedhofslandschaft in Sachsen hat die Landeskirche eine Kampagne gestartet. Unter dem Titel »Was bleibt, bewegt! Der Friedhof. Ein Ort für alle.« wird betont, dass die Friedhöfe und die christliche Bestattungskultur für die Gesellschaft eine wichtige Funktion haben, die es zu erhalten und unterstützen gilt.

Weitere Informationen zur Kampagne, zu den vielfältigen Facetten der Friedhöfe sowie umfangreiches Informations- und Bildmaterial finden sich auf der Kampagnen-Website.

Foto: EVLKS

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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