Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
Bereich
Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
Bereich
Landesbischof besucht Privatbrauerei Specht GmbH in Ehrenfriedersdorf
09. Oktober 2026
DRESDEN / EHRENFRIEDERSDORF – Landesbischof Tobias Bilz besuchte am Donnerstag, 8. Oktober 2026, die Privatbrauerei Specht GmbH in Ehrenfriedersdorf. Begleitet wurde er von Vertretern der Männerarbeit der sächsischen Landeskirche und des Kirchenbezirkes Annaberg.
»Die Betriebsbesuche geben mir immer wieder interessante Einblicke in die Arbeitswelt der Mitarbeitenden und die Verantwortung, die auf den Unternehmern lastet. Familienunternehmen zählen oft zu den Stützen unserer Kirchgemeinden und der Gesellschaft insgesamt. Ich freue mich auf den Austausch und die Gespräche in der Privatbrauerei Specht GmbH«, sagt Landesbischof Tobias Bilz.
Hintergrund: Privatbrauerei Specht GmbH
Die 1844 als Genossenschaft gegründete Brauerei blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Nach dem Konkurs der Genossenschaft im Jahr 1954 übernahm Gustav Specht den Betrieb und führte ihn später mit seinem Sohn Gerd weiter, der 1978 die alleinige Leitung der Privatbrauerei übernahm. Mit dem Übergang in die Marktwirtschaft 1990 investierte die Familie massiv in die Modernisierung der Anlagen – vom Flaschenkeller bis hin zum 2002 komplett neu eingerichteten Sudhaus –, um das traditionsreiche Unternehmen für die Zukunft aufzustellen.
Heute wird die Familientradition erfolgreich in der nächsten Generation fortgesetzt: Mit sieben Beschäftigten produziert das Unternehmen gegenwärtig etwa 9.000 Hektoliter Bier pro Jahr und verzeichnet dabei ein stetiges Wachstum. Als klassische Spezialitätenbrauerei bietet die Privatbrauerei Specht sechs verschiedene Sorten an, darunter Pilsner, Landbier, Export, Spezial, Bockbier und Schwarzbier.
Hintergrund: Betriebsbesuch des Landesbischofs
Der Betriebsbesuch des Landesbischofs zählt zu den traditionellen Kontakten von kirchlichen Verantwortungsträgern zur Arbeitswelt und soll dem Erfahrungsaustausch von Mitarbeitenden in Arbeitswelt und Kirche dienen. Einmal jährlich besucht der Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens einen Betrieb im Bereich der Landeskirche. Dieser Termin wird von der Männerarbeit vorbereitet und begleitet. Dem Anliegen der Vernetzung vor Ort/in der Region entsprechend sind zu diesem Termin die verantwortlichen Mitarbeitenden im Kirchenbezirk und Gemeindebereich mit eingeladen.
Die Organisatoren der Männerarbeit achten dabei auf ein breites betriebliches Spektrum. Nach einem Blick hinter die Kulissen des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters in Bautzen (2022), einem Besuch der Außenstelle des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie eines Privatbetriebes der Milchviehwirtschaft in der Nossener Region (2023) war der Landesbischof 2024 im Ziegelwerk Klaus Huber GmbH & Co. KG in Graupzig bei Nossen und 2025 beim Familienunternehmen Metallbau Walter Müller GmbH in Aue zu Gast.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.