Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Johannisfeiern in Kirchen und auf Friedhöfen in Sachsen
18. Juni 2026
Kirchgemeinden laden zu Gottesdiensten, Andachten und Johannisfeuern ein
DRESDEN – Den Johannistag am 24. Juni feiern viele Kirchgemeinden in Sachsen traditionell mit Gottesdiensten, Konzerten und Andachten in Kirchen und auf Friedhöfen. Oft wird in den Abendstunden auch zum Johannisfeuer eingeladen. Am Johannistag erinnern Christinnen und Christen an die Geburt Johannes des Täufers, der später als Bußprediger am Jordan Jesus getauft hat.
In diesem Jahr fällt der Johannistag auf einem Mittwoch. Einige Veranstaltungen finden daher schon einige Tage davor statt.
Am Samstag, 20. Juni, wird zum Beispiel zu einer ökumenischen Johannisfeier unter der Begleitung des Posaunenchores ab 18:00 Uhr im Gemeindezentrum Dresden-Niedersedlitz eingeladen.
Am Johannistag selbst finden zahlreiche Abendandachten und Gottesdienste in ganz Sachsen statt. Ab 18:00 Uhr laden die Gemeinden der Landeskirche zu Andachten auf den Friedhof oder in die Kirche ein. An vielen Orten werden die Andachten von Posaunenmusik begleitet. Im Anschluss laden einige Gemeinden noch zum gemeinsamen Grillen oder an das traditionelle Johannisfeuer ein.
Andachten finden zum Beispiel im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz auf den Friedhöfen Rammenau, Bretnig und Fischbach statt. Im Leipziger Land werden laden wird zu Johannisandachten nach Colditz, Großbothen und Grethen eingeladen. Im Kirchenbezirk Meißen-Großenhain gibt es in Steinbach, Strauch und Bämsdorf nach den Andachten noch ein »Gemütliches Zusammensein«.
Eine ausführliche Übersicht zu allen Andachten und Gottesdiensten zum Johannistag vom Vogtland bis zum Oberlausitzer Dreiländereck ist auf der Webseite der Landeskirche oder bei den einzelnen Gemeinden vor Ort zu finden.
Hintergrund zum Johannistag,
Der Johannistag am 24. Juni erinnert an die Geburt Johannes des Täufers, der den Überlieferungen zufolge sechs Monate älter war als Jesus Christus. Johannes der Täufer war ein Wegbereiter Jesu. Er sagte einmal über ihn: »Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.« Deshalb denken Christinnen und Christen am Johannistag, dem hellen Scheitelpunkt des Jahres, auch an den Wandel im Leben, das vom Wachsen und Vergehen gleichermaßen bestimmt ist. Traditionell beginnt mit dem Johannistag die Erntesaison und einzelne Blumen und Früchte, die rund um den Johannistag reifen und blühen, tragen dies in ihrem Namen - so das Johanniskraut und die Johannisbeeren.
Kampagne »Was bleibt, bewegt.«
Auf der Höhe des Jahres gehen Christinnen und Christen auf die kürzer werdenden Tage und zugleich auf die Geburt Jesu am Jahresende zu, die für Hoffnung trotz Dunkelheit, Schuld und Unfrieden steht. Der Friedhof ist ein Ort der Hoffnung. Nach christlichem Glauben endet das Leben nicht an den Gräbern. Darauf aufmerksam macht auch die Kampagne der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens: »Was bleibt, bewegt. Friedhof. Ein Ort für alle.«
Die Lebendigkeit kirchlicher Friedhöfe zeigt sich nicht zuletzt an den vielen Veranstaltungen am Johannistag, oft mit Bläsermusik, zu denen alle eingeladen sind, unabhängig davon, ob Jemand der Kirche angehört oder nicht. Die Gemeinschaft auf den Friedhöfen, in Pfarrgärten, an der Kaffeetafel und am Johannisfeuer ist ein eigenes starkes Hoffnungszeichen für guttuende Begegnung, für Gespräch und für Austausch.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.