Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Friedhöfe als Teil der Bundesgartenschau 2033 in Dresden
23. Juni 2026
Landeskirche ernennt BUGA-Beauftragte
DRESDEN – Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens bereitet sich auf die Bundesgartenschau (BUGA) 2033 in Dresden vor. Das Landeskirchenamt hat Lara Schink (35), Friedhofsverwalterin beim Verband der Annenfriedhöfe Dresden, offiziell zur BUGA-Beauftragten für das Friedhofswesen ernannt. Sie soll in dieser Rolle das Bewusstsein für den Wert der Friedhöfe schärfen, für friedhofsfachliche Fragen im Kontext der BUGA als Ansprechpartnerin dienen und Potenziale für die Zusammenarbeit erschließen.
Da sich die meisten Dresdner Friedhöfe in evangelisch-lutherischer Trägerschaft befinden, spielen sie eine zentrale Rolle für das Stadtgrün. Bisher sieht die BUGA-Planung Friedhöfe thematisch vorrangig in Zusammenhang mit der Mustergrabanlage im Südpark vor. Ziel ist es, neben den Friedhofsgärtnereien und Steinmetzbetrieben auch die Friedhofskultur mit ihren vielfältigen Facetten in die Bundesgartenschau einzuplanen.
Chance für den St.-Pauli-Friedhof als Teil des »Nordparks«
Hier könnte auch der »Nordpark« eine zentrale Rolle spielen. Für Lara Schink besitzt der dortige St.-Pauli-Friedhof, der seit 2016 beschränkt geschlossen ist, eine Schlüsselrolle – durch seine verkehrstechnische Lage aber auch die Vielzahl thematischer Anknüpfungspunkte: »Er verbindet Stadtgeschichte, Naturschutz, Kunsthandwerk und Naherholung. Neben bedeutenden Grabanlagen und Gedenkstätten bietet er einen Raum für Kulturgeschichte und Ruhe mitten in der Stadt«, so Schink.
Eine wichtige Rolle könnte dabei der architektonisch einzigartigen, historischen Leichenhalle im Zentrum des Friedhofs zukommen. Aktuell als Lager genutzt, könnte sie durch die BUGA zu einem Begegnungs- und Ausstellungsraum transformiert werden. Dresden könnte sich so als Hochburg friedhofskultureller Entwicklungen präsentieren. Denn die Stadt ist nicht nur Wiege der modernen Feuerbestattung, sondern prägte auch die Friedhofsreformbewegung entscheidend mit.
Auch heute noch ist die vielseitige Dresdner Friedhofslandschaft Anziehungspunkt für viele Menschen – von nah und fern. Ihre Einbindung in geführte und digitale Stadtrundgänge würde diese besonderen Orte im BUGA-Jahr und darüber hinaus besser erlebbar machen. Auch Kooperationen in den Bereichen Kunst, Umweltbildung und Urban Gardening seien laut Lara Schink denkbar – nicht nur auf dem St.-Pauli-Friedhof: »Friedhöfe bringen schon seit Jahrhunderten Kunst, Stadtnatur und Gemeinschaft an einem Ort zusammen. Wir knüpfen hier potenziell organisch an die traditionellen Funktionen dieser Orte an.«
Erfahrung aus Bundesmodellprojekt
Lara Schink bringt wertvolle Expertise in die neue Rolle ein. Für den Verband der Annenfriedhöfe Dresden betreute sie bereits das Bundesmodellprojekt »Green Urban Labs II: Vom Parkfriedhof zum Friedhofspark« – in enger Partnerschaft mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung, allen voran des federführenden Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Dabei ging es um die Gestaltung von Bestattungsorten als multifunktionale, urbane Grünflächen – Erfahrungen, die nun auch der BUGA 2033 zugutekommen sollen.
Kampagne »Was bleibt, bewegt.«
Aktuell macht auch die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens mit der Kampagne »Was bleibt, bewegt. Der Friedhof. Ein Ort für alle.« auf die Bedeutung der Friedhöfe als Erinnerungs- und Trostort, als Natur- und Kulturraum und Begegnungsort für alle Menschen aufmerksam.
Eine Besonderheit Sachsens ist es, dass hier die Mehrzahl aller Friedhöfe in kirchlicher Hand ist. So befinden sich über 1.200 Friedhöfe in Sachsen in der Trägerschaft innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Das sind etwa 65 % aller im Freistaat Sachsen vorhandenen Bestattungsplätze. Hinzu kommen Friedhöfe im Bereich der anderen evangelischen Kirchen sowie der katholischen Bistümer auf dem Gebiet des Freistaates. Nur etwa 25 % der sächsischen Friedhöfe sind in kommunaler Trägerschaft.
Kontakt zur BUGA-Beauftragten:
Lara Schink
Friedhofsverwalterin,Verband der Annenfriedhöfe Dresden
0176-89212380
Lara.Schink@evlks.de
www.annenfriedhof-dresden.de
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.