Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Feierliche Verabschiedung und Verpflichtung der Richterinnen und Richter der Kirchengerichte


23. Oktober 2026

Die neue Amtsperiode 2027-2032 beginnt für das Kirchliche Verwaltungsgericht, die Disziplinarkammer und die Schlichtungsstelle 

DRESDEN - Am 20. Oktober 2026 kamen im Landeskirchenamt in Dresden die Richterinnen und Richter der Kirchengerichte der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens zur feierlichen Verabschiedung der ausscheidenden Mitglieder und zur Verpflichtung der Richterinnen und Richter für die neue Amtszeit 2027 bis 2032 zusammen. Dabei war neben Landesbischof Tobias Bilz und dem Präsidenten des Landeskirchenamtes Hans-Peter Vollbach auch die Staatsministerin der Justiz des Freistaates Sachsen, Prof. Constanze Geiert, anwesend. 

Nach der musikalischen Eröffnung durch ein Klaviertrio und der Begrüßung durch Präsident Hans-Peter Vollbach richtete die Staatsministerin ein Grußwort an die Anwesenden, in dem sie den Wert der kirchlichen Gerichte für die Rechtsordnung und den Rechtsfrieden hervorhob. Die Landeskirche verwirkliche in dieser Weise ein wichtiges Grundrecht zum Nutzen ihrer Kirchenmitglieder aber auch zum Nutzen der Allgemeinheit.

Im Anschluss verabschiedete Präsident Vollbach die ausscheidenden Mitglieder des Verwaltungsgerichtes, der Disziplinarkammer und der Schlichtungsstelle. Er würdigte ihren Dienst und dankte für das damit verbundene ehrenamtliche Engagement. Im Anschluss blickte der Vorsitzende des Kirchlichen Verwaltungsgerichtes, Dr. Hanns-Christian John, in seinem Beitrag auf die letzte Amtsperiode der Kirchengerichte zurück und warb für die Arbeit der kirchlichen Gerichte und die Chancen kirchengerichtlicher Entscheidungen. 

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die feierliche Verpflichtung der neuen Mitglieder durch Landesbischof Bilz. Nach dem gemeinsamen Gelöbnis überreichte der Landesbischof die Ernennungsurkunden an die zukünftigen Mitglieder des Verwaltungsgerichts, der Disziplinarkammer und der Schlichtungsstelle. 

Die Veranstaltung schloss nach einem Segen des Landesbischofs und einem weiteren musikalischen Beitrag mit einem geselligen Beisammensein ab. 

Die Verpflichtungsurkunde für das Richteramt eines kirchlichen Gerichtes
Staatsministerin Prof. Constanze Geiert hält ein Grußwort
Landesbischof Tobias Bilz verpflichtet die neuen Richterinnen und Richter

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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