Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Fachtag »Kirche im Wandel« in Freiberg


21. September 2026

FREIBERG - In der Petrikirche in Freiberg kamen am 19. September 2026 ca. 130 ehrenamtliche Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus ganz Sachsen zu einem Fachtag zum Prozess »Kirche im Wandel« zusammen. Nach einer Andacht von Landesbischof Tobias Bilz und einführenden Vorträgen zum aktuellen Stand des Prozesses wurde in Arbeitsgruppen und im Plenum über die Inhalte des im Februar 2026 von der Kirchenleitung vorgelegten Abschlussberichtes »Kirche im Wandel« diskutiert. Die Mitglieder der Kirchenleitung waren vor allem in einer hörenden Rolle dabei - der Fokus war heute auf die Basis gerichtet, denn die Perspektiven und Erfahrungen der ehrenamtlich Engagierten sollen in den weiteren Prozess einfließen. 

Diskutiert wurde besonders intensiv über den zukünftigen Status der Ortsgemeinden und deren Verhältnis zu regionalen Strukturen, über die künftige Rolle und Qualifikation von Haupt- und Ehrenamtlichen sowie über Möglichkeiten und Herausforderungen von Verkündigung, Leitung und Verwaltung in den vorgeschlagenen Regionalstrukturen. Neben den sehr vielfältigen Gemeindesituationen, aus denen die Teilnehmenden kamen, waren auch Erfahrungen und Sichtweisen sehr unterschiedlich. Einig waren sich alle darin, dass ein solcher Austausch wichtig und sinnvoll sei und dringend mehr Möglichkeiten dafür geschaffen werden müssten. 

Neben Landesbischof Tobias Bilz war auch die Präsidentin der 29. Landessynode, Gunda Röstel, dabei. Gunda Röstel dankte den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern für ihre wichtige Arbeit und stellte klar, dass der Bericht »Kirche im Wandel« Vorschläge und Empfehlungen beinhalte, aber noch nichts beschlossen sei. Das Veränderungen notwendig seien, darin bestehe kein Zweifel. „Nichts zu tun ist keine Lösung“, stellte sie klar. Entscheidend sei aber, von den Aufgaben her zu denken: »Strukturen folgen den Aufgaben, nicht umgekehrt.« Der Reformprozess werde ein Schwerpunkt der Synodenlegislatur sein. Dabei dürfe auch gestritten werden, aber das Einteilen in »die da oben« und „die da unten“ sollte es nicht geben. 

Landesbischof Bilz machte in seinem abschließenden Impuls deutlich: »Ich bin ermutigt von diesem Tag und danke allen für die Klarheit dessen, was sie ausgesprochen haben. Ich wünsche mir neben aller Individualität, dass wir uns als eine Dienst- und Weggemeinschaft verstehen, in der wir miteinander im Gespräch sind. Auf diesem Weg sind wir nicht allein, sondern werden geführt und begleitet von Gott.« 

Die Bildergalerie und ausführlichere Informationen zu Kirche im Wandel. 
Zum ausführlichen Bericht des Fachtages.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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