Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Deutscher Preis für Denkmalschutz 2026 für außergewöhnliches Engagement
29. Juli 2026
Lebendige Vermittlung von Baukultur, Stadtgeschichte und kulturellem Erbe für die Allgemeinheit
MEERANE - Mit großem ehrenamtlichen Einsatz haben Bürgerinnen und Bürger in Meerane seit nunmehr 15 Jahren zwei Baudenkmäler auf dem evangelischen Friedhof in Meerane erhalten. Für dieses überdurchschnittliche Engagement werden sie im Oktober diesen Jahres mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz 2026 in der Kategorie »Silberne Halbkugel« ausgezeichnet.
Mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz würdigt das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) im Jahr 2026 zehn Persönlichkeiten und Personengruppen, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung und Vermittlung von Boden-, Bau-, Garten- oder Industriedenkmalen, von Ensembles oder Historischen Kulturlandschaften verdient gemacht haben. Aus 64 Einsendungen in vier Kategorien hat die aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zusammengesetzte Jury des Deutschen Preises für Denkmalschutz zehn Preisträgerinnen und Preisträger vorgeschlagen. Das Präsidium des DNK bestätigte den Vorschlag der Jury und wird die Preise am 26. Oktober 2026 in Schwerin feierlich verleihen.
Engagement: Förderkreis Friedhof Meerane e. V.
Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz begründet die Auszeichnung des Förderkreises Friedhof Meerane e. V. (Sachsen) als »außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement, um den historischen Friedhof Meerane über seine Funktion als Begräbnisstätte hinaus als Erinnerungsort für vergangene Generationen, Baukultur, Stadtgeschichte und somit kulturelles Erbe der Allgemeinheit zu erhalten und lebendig zu vermitteln.« Der Verein fördert die Erhaltung der denkmalgeschützten Gebäude, Anlagen und Grabmale des Meeraner Friedhofs mit eingeworbenen Spenden, Fördermitteln und Eigenleistung. Dabei wurden nicht nur herausragende Zeugnisse der Bau- und Bestattungskultur bewahrt, sondern zugleich ein identitätsstiftender Ort für die Stadtgesellschaft erhalten. Es ist dem Förderkreis gelungen, in Verbindung von Denkmalpflege, Vermittlung und bürgerschaftlichem Engagement den Friedhof als Geschichts- und Erinnerungsort – mit Führungen, Publikationen, Konzerten, Ausstellungen und Arbeitseinsätzen – neu erlebbar zu machen. Die Aktivitäten des Vereins ermöglichen es, dass man hinter jedem Grabstein ein Stück Stadt- und Kulturgeschichte entdecken kann und dass Denkmalschutz Menschen zusammenführt, Geschichte vermittelt und Gemeinschaft stiftet.
Der Friedhof in Meerane wird zum lebendigen Begegnungsort weiterentwickelt und damit zu einem Bindemittel in die Stadt hinein und für die gesamte Stadtbevölkerung. Dies ist auch das Konzept für die Sanierung der Alten Kapelle, in der wöchentlich in ein neu eingerichtetes Café eingeladen wird. Dazu der Förderkreisvorsitzende Dr. Peter Ohl: "Das ist ganz wichtig, auch für neue Kontakte von Menschen, die auf den Friedhof gehen, hier vielleicht einsam entlangwandern…".
Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland. Er wird seit 1978 jährlich an Persönlichkeiten und Vereine vergeben, die sich in hervorragender Weise um die Belange der Denkmalpflege verdient gemacht haben. Die Leistungen sollen in der Regel langfristig angelegt sein und in ihrer Bedeutung weit über sonst übliches Engagement hinausgehen. Der Preis wird in diesem Jahr zum 49. Mal verliehen.
Hintergrund: Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz
Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) ist eine Plattform für Themen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege auf Bundesebene. Als fachliches und politisches Gremium stellt es eine Schnittstelle zwischen den Regierungen, den Verwaltungen und der Fachebene dar. Sein Auftrag ist, das gebaute und archäologische kulturelle Erbe – also auch die Kulturbauten – wie auch die Denkmalpflege als gesellschaftliches Ziel bundesweit bekannt zu machen und zu stärken. Darüber hinaus soll das DNK eine Informationsplattform für die interessierte Öffentlichkeit sein. Die denkmalfachliche Arbeit im DNK findet im eigentlichen Komitee, in den fünf Facharbeitsgruppen und in Projektgruppen statt. Finanziert wird das DNK vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie anteilig von der Kulturministerkonferenz.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.