Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Denkmalgeschützte Kirchen prägen Ortsbilder und Kulturlandschaft


10. Juli 2026

DRESDEN – Die sächsische Staatsregierung plant tiefgreifende Änderungen im Bereich der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes. Das Landesamt für Archäologie und das Landesamt für Denkmalpflege sollen fusioniert und der Landesdirektion Sachsen eingegliedert werden. Auch ist eine Novellierung des Denkmalschutzgesetzes beabsichtigt. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das Bistum Dresden-Meißen verfolgen diese Vorhaben mit großer Aufmerksamkeit und Besorgnis.

Der Freistaat Sachsen ist mit ungefähr 101.000 Bau- und 13.000 Bodendenkmalen eines der denkmalreichsten Bundesländer in Deutschland. Einen wesentlichen Anteil an diesem reichen und vielfältigen Denkmalbestand haben die Kirchen und Kapellen. Sie prägen seit Jahrhunderten die Ortsbilder und die Kulturlandschaft Sachsens. Als weithin sichtbare Wahrzeichen sind sie identitäts- und heimatstiftend. Kirchen und Kapellen erzählen die eng verwobene Geschichte der Kirche und des Landes Sachsen von der Gründung der Markgrafschaft Meißen im Jahr 929 bis heute. Sie sind nicht nur Denkmale, sondern auch unübersehbare Zeichen lebendigen christlichen Glaubens.

Um die Kirchen mit ihren konstruktiven Besonderheiten, ihrer hochwertigen und ganz speziellen Ausstattung sowie die Orgeln und Geläute zu erhalten, sind spezielle Kenntnisse und ein hohes Maß an Fachlichkeit notwendig. Zugleich ist ein Verständnis für die liturgischen und gottesdienstlichen Belange unabdingbar. Das Landesamt für Denkmalpflege verfügt über diese Eigenschaften und unterstützt mit seinen Expertinnen und Experten den Erhalt und die Weiterentwicklung der kirchlichen Denkmale.

Bereits bei der Gründung des Freistaates Sachsens war man sich der großen Bedeutung der Baudenkmale bewusst und hat diese in der Verfassung unter den Schutz und die Pflege des Landes gestellt. Der Wortlaut verankert die Unterscheidung in Denkmalschutzbehörden und Fachbehörde, dem Landesamt für Denkmalpflege. Diese Unterscheidung und zugleich die Zusammenarbeit im Sinne eines Vier-Augen-Prinzips in der Bearbeitung von Vorgängen nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz haben sich in der Wahrnehmung der beiden Kirchen im Freistaat mit ihrem fast ausschließlich denkmalgeschützten Kulturgutbestand bewährt.

Die Integration des Landesamtes für Denkmalpflege in die Landesdirektion Sachsen als obere Denkmalschutzbehörde würde die Trennung von Denkmalschutz und Denkmalpflege und das Vier-Augen-Prinzip empfindlich schwächen, wenn nicht gar aufheben. Die fachliche Unabhängigkeit der Landesämter wird nicht zuletzt durch deren organisatorische Eigenständigkeit getragen.

Im Zusammenspiel der Integration der Fachämter für Archäologie und Denkmalpflege in die Landesdirektion mit der von der Staatsregierung angestrebten Novellierung des Denkmalschutzgesetzes ist ein Verlust an Fachlichkeit beim Erhalt und der Pflege kirchlicher Denkmale mit ihren Besonderheiten zu befürchten.

Die angestrebte Fusion der Landesämter für Archäologie und für Denkmalpflege sowie deren Integration in die Landesdirektion Sachsen sind auch in der Fachöffentlichkeit, in den betreffenden Verbänden und Initiativen einhellig kritisch aufgenommen worden. Im Rahmen ihrer Jahrestagung formuliert die Vereinigung der Denkmalfachämter in den Ländern in ihrer Leipziger Erklärung vom 8. Juni 2026: „Wir Denkmalpflegenden begrüßen und unterstützen Maßnahmen des Bürokratieabbaus, der Verfahrensbeschleunigung und der Effizienzsteigerung. Jedoch werden oft unter diesem Diktum Denkmalpflege und Denkmalschutz in ihrer Fachlichkeit ohne Not geschwächt.“

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das Bistum Dresden-Meißen bekennen sich zu ihrer Verantwortung für den Schutz und den Erhalt der kirchlichen Denkmale und sind dankbar für die erklärte Mitverantwortung des Freistaates Sachsen. Um dieser gemeinsamen Verantwortung in wirtschaftlich schwierigen und von gesellschaftlichen Umbrüchen geprägten Zeiten nachkommen zu können, bedarf es der Beständigkeit im Grundsatz bewährter Verwaltungsstrukturen und der fachlichen Unabhängigkeit der Landesämter durch deren Fortbestand als eigenständige, nur den jeweils zuständigen Ministerien unterstellte Behörden.

Kanzel und Silbermannorgel im Freiberger Dom
Stadtkirche Zöblitz ist "Kirche des Jahres 2026" der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Foto: Stiftung KiBa)
Frauenkirche in Dresden (Foto: Stiftung Frauenkirche Dresden / Gunnar Baumann)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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