Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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24. Leipziger Religionslehretag


19. Oktober 2026

Orthodoxie als Thema im Religionsunterricht.

LEIPZIG - Auf Einladung des Leipziger Instituts für Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät Leipzig treffen sich am 21. November 2025 Religionslehrkräfte und Interessierte, Referendare und Vikare zum 24. Religionslehretag im Paulinum (Aula und Universitätskirche St. Pauli) in Leipzig. 

Für die einen fremd, für die anderen faszinierend, für die Entwicklung des Christentums eine der beiden Traditionslinien, für einen steigenden Anteil unserer Schülerinnen und Schüler die eigene Konfession: Orthodoxes Christentum gehört zu den wichtigen, aber in Lehrplänen wie Lehrbüchern bislang wenig behandelten Themen des Religionsunterrichts. Der 24. Leipziger Religionslehretag nimmt sich diese Leerstelle vor. Er bietet in Vorträgen, Workshops und Seminaren exemplarische Einblicke in orthodoxe Perspektiven auf den christlichen Glauben und Möglichkeiten, diese Perspektiven mit Gewinn in einem evangelischen Religionsunterricht zu thematisieren. Als Referentinnen und Referenten wirken evangelische sowie orthodoxe Lehrkräfte, Geistliche und akademische Theologen mit.

Der Religionslehretag beginnt nach der Andacht (09:30 Uhr mit Lisa Worpitz, Bildungsdezernat der Ev.-Lutherischen Landeskirche Sachsen) mit einem Plenarvortrag von Jun.-Prof. Dr. Stanislau Paulau mit dem Titel »Fremde Orthodoxie? Annäherung an die geteilte Geschichte des Christentums von Luther bis heute«. Anschließend folgt eine weiterer Vortrag unter der Überschrift »Die andere Hälfte des Kugelchristen. Didaktische Überlegungen zur Orthodoxie im nichtorthodoxen Religionsunterricht« von Prof. Dr. Frank M. Lütze.

Am Nachmittag werden fünf Workshops und vier Seminare in zwei Runden mit unterrichtspraktischen und theoretischen Akzenten angeboten. 

Hintergrund

Erstmals 2002 wurde vom Institut für Religionspädagogik der Uni Leipzig in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens der Leipziger Religionslehrertag organisiert. Dieser bietet seitdem jedes Jahr Religionslehrkräften die Möglichkeit Informationen über aktuelle religionspädagogische Fragen oder Themenfelder einzuholen, zu diskutieren und sich zu vernetzen. Neue Impulse für Schule und Gemeinde wirken in Sachsen, der EVLKS und darüber hinaus.

Weitere Information auf der Webseite zum Religionslehretag oder auf der Webseite der Theologischen Fakultät.

Links: Eine russische Ikone aus dem frühen 17. Jh.; mittig: Innenansicht der rumänisch-orthodoxen Kathedrale in Nürnberg; rechts: die Kuppeln der Sophienkathedrale von Kyjiw (Quelle: Prof. Dr. Frank M. Lütze)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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